Erlebnis Turkmenistan und Usbekistan, 11 Tage

Ashgabat - Nisa - Mary - Merv - Buchara - Mary - Margush - Ashgabat

    Tag 01 : Ashgabat - Ankunft

    Ankunft am Flughafen Ashgabat kurz vor oder nach Mitternacht. Transfer zum Hotel. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 02 : Ashgabat

    Ashgabat - die Stadt in der Wüste. Die von vielen Erdbeben (1893, 1895, 1929, 1948) heimgesuchte Stadt gehört heute zu den modernsten in Zentralasien. Seit Anfang der 1990er Jahre erhielt die Stadt durch zahlreiche Neubauten aus Stahlbeton und Glas, weitgehend gegen Erdbeben gesichert, ein ganz neues Gesicht. Schattige Alleen, Parklandschaften mit dichten Blumenrabatten und Springbrunnen lassen einen vergessen, wie trostlos die Umgebung von Ashgabat ist: Im Süden die nahezu vegetationslosen Ausläufer des Kopet-Dagh, im Norden die Wüste Karakum. Besichtigung des  Staatlichen Gestüts, wo Achal-Tekkiner - die älteste Pferderasse der Welt - gezüchtet werden. Es sind hervorragende Zuchtpferde von unverwechselbarer Schönheit und Schnelligkeit sowie Treue und Genügsamkeit. Ein geschütztes Naturerbe Turkmenistans. Besuch des Neutralitäts-Bogens, des Präsidenten-Platzes, des Lebensmittelmarktes Gulistan, des Lenindenkmals, der Ertogrul Ghazy Moschee und des Unabhängigkeitsdenkmals.
    Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 03 : Ashgabat - Nisa

    Besichtigungen in Ashgabat. Am Stadtrand von Ashgabat gibt es eine Sehenswürdigkeit, die man nicht versäumen sollte: Tolkutscha-Basar - Ein Erlebnis der besonderen Art, ein riesiger, wahrhaft typisch orientalischer Markt, 8 Kilometer nördlich der Stadt, wo man den Angehörigen der großen Turkmenenstämme und -sippen (Tekke, Yomud, Ersari, Saryk, Tschaudor) begegnet, die als Käufer oder Verkäufer um günstige Preise feilschen. Angeboten wird hier (fast) alles. Überwiegend sind es neben wertvollem Silberschmuck die alten kostbaren Teppiche, die das besondere Augenmerk ausländischer Besucher auf sich ziehen. Besuch der Turkmenbasyng Moschee, der größten Moschee Zentralasiens. Ausflug nach Nisa. Die alte Stadt Nisa, etwa 12 Kilometer westlich von Ashgabat, war einst eine königliche Residenz, bis sie Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. verlassen wurde. Auch wenn es nur Ruinen sind, die einen Besucher von Nisa im Schatten des Kopet-Dagh-Gebirges erwarten, so ist eine Besichtigung doch in jedem Fall zu empfehlen. Besonders angenehm ist es, die einst so mächtige Königsburg, deren Silhouette nahezu 50 Meter hoch aufragt, am Spätnachmittag aufzusuchen, um im Licht der untergehenden Sonne durch die ehemaligen Hallen und Räume der parthischen Festung zu wandern. Einige der hier gemachten Funde - z. B. 17 Rhyta, Skulpturen - werden im historischen Museum von Ashgabat ausgestellt, wo sie ergänzend einen besonders guen Einblick in das Leben einer königlichen Residenz vor rund 2.000 Jahren vermitteln.
    Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 04 : Ashgabat - Mary - Merv

    Morgens Fahrt nach Mary (380 km, etwa 4-5 Std.). An der Strecke Stop und Besichtigung der Ruinen der Seyitjemal Et Din Moschee. Besichtigungen des alten Merv, 30 Kilometer östlich von Mary (123.000 Einwohner), einer modernen Stadt am Fluß Murgab in einer Oase der Karakum, an der Bahnlinie Ashgabat-Bukhara. 363 Bahnkilometer südwestlich von Bukhara liegt eine der ältesten und bekanntesten Städte Zentralasiens - Merw, einst neben Baktra ein wichtiger Warenumschlagplatz an der Großen Seidenstraße. Die Ruinen von Merw wurden hauptsächlich um die Mitte des 20. Jahrhunderts ausgegraben und bilden ohne Zweifel wichtige Zeugnisse einer Entwicklung, die für die Kunst des Islam von herausragender Bedeutung war. Während sich durch Grabungen Siedlungen bis in das 6. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen lassen, gibt es die ersten schriftlichen Zeugnisse über Merw - unter den Achämeniden als Margiane bekannt - erst aus dem 4./3. Jahrhundert v. Chr. In der Zeit vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. gehörte die von einer Mauer umgebene Stadt zum Partherreich und stand im 4. Jahrhundert unter der Herrschaft der Sassaniden. 651 eroberten die Araber die Stadt, die im 7. Jahrhundert wegen Schwierigkeiten in der Wasserversorgung mehr und mehr nach Westen verlegt wurde.

    Im 11./12. Jahrhundert war Merw die Hauptstadt des Seldschukenreichs und neben Bagdad die größte Stadt des Islam. Die durch Kanäle bewässerte Stadt erlebte einen wirtschaftlichen Aufschwung (Baumwolle, Seide), und umfaßte nach dem Zusammenwachsen mit mehreren Orten der Umgebung , die aus verschiedenen historisch bedeutsamen Epochen stammten, ein Gebiet von über 120 Quadratkilometern. Als "Perle des Ostens" war Merw das wichtigste Kulturzentrum westlich des Oxus. 1221 wurde die Stadt von den Mongolen erobert und zerstört. In den Jahren 1510-24 sowie von 1601-1742 stand Merw unter persischer Verwaltung. Die aufgrund wiederholter Invasionen mehrfach zerstörte und wiederaufgebaute Stadt verlor Mitte des 18. Jahrhunderts ihre Vormachtstellung und war als Stadt nicht mehr lebensfähig, da die Provinz Chorasan, zu der Merw - politisch gesehen - über Jahrhunderte gehört hatte, zwischen Persien und Afghanistan aufgeteilt wurde. Nach der Zerstörung des Murgab-Staudamms durch den Emir von Bukhara im Jahr 1795 verlor die Stadt immer weiter an Bedeutung und wurde schließlich 1884 russisch. Von 1925 bis zum Zerfall der Sowjetunion gehörte Merw zur Turkmenischen SSR (Sozialistischen Sowjet-Republik). Besichtigungen in Merw mit dem Museum.
    Übernachtung in Mary.

    Tag 05 : Mary - Farab (Grenze zu Usbekistan) - Buchara

    Fahrt Richtung Osten durch die Wüste Karakum in etwa 300 km nach Turkmenabat. Über den Amu Darja geht es auf einer betagten Metallbrücke zur Grenze bei Farab. Je nach Ansturm dauert der Grenzübertritt etwa 30-60 Minuten. Auf der usbekischen Seite erwartet Ihr Fahrer zu Weiterreise nach Buchara, der berühmten alten Stadt an der Seidenstraße. Sie erreichen Buchara am späten Nachmittag. Rest des Tages zur freien Verfügung. Übernachtung in Buchara.

    Tag 06 : Buchara

    Besichtigungen in Buchara.
    SAMANIDEN-MAUSOLEUM: Westlich des Registan, etwas außerhalb der Altstadt liegt das Mausoleum der Samanidendynastie. Es stammt aus den ersten Jahren des 10. Jahrhunderts und ist wegen der Klarheit seiner Formen und seiner einzigartigen Dekoration ein Meisterwerk der frühen islamischen Architektur. Das Gebäude wurde von Erdschichten freigelegt, die sich im Laufe der Jahrhunderte über ihm gebildet hatten, und ist jetzt von allen Seiten zu betrachten. Sieht man es zusätzlich zu unterschiedlichen Tageszeiten, so geben verschiedene Perspektiven - verschiedener Lichteinfall - unterschiedliche Stimmungen wieder. Das Mausoleum entstand in der Regierungszeit von Ismali Samani (892-907), der in seiner Hauptstadt eine Begräbnisstätte für seine Familie errichten wollte.
    CHASHMA-AYUB MAUSOLEUM: Es liegt unweit des Samaniden-Mausoleums, ein gedrungenes Bauwerk mit hohem Kegeldach und mehreren Kuppeln, das vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der rechteckige Bau besteht aus vier Räumen, die sich von Westen nach Osten aneinanderreihen und aus verschiedenen Epochen datieren. Der mit dem Kegeldach überdeckte Raum, in dem heute noch ein Quellbrunnen zu sehen ist, wird als ältestes Bauteil angesehen.
    REGISTAN: Folgt man der Hauptstraße der Festungsmauer entlang, gelangt man zum Registan. Früher war der Platz von Palästen, Moscheen und Medresen umgeben - jetzt wirkt er ein wenig leer. Rechts neben dem Haupttor der Festung stand die Hauptmoschee Pojanda, auf deren Portalwand Geschütze postiert waren, die im Falle der Belagerung der Zitadelle auf die Flanke des Angreifers ziehlten. Links vom Tor befand sich der befestigte Sitz des Hauptbefehlshabers, seine Werkstatt für Waffenreperaturen und das Arsenal. An Markttagen herrschte auf dem Registan reges Treiben: Obst, Gemüse, orientalische Süßwaren und Tee wurden verkauft. Auf diesem Platz wurden auch die Erlasse und Befehle der "Sonne Bucharas", seiner Majestät des Emirs verlesen. An Festtagen zeigten hier Gaukler, Musiker, Ringkämpfer, Seiltänzer und Spaßmacher ihr Können. Auch die berühmten Dichterwettkämpfe fanden hier statt. Selten gab es einen Tag ohne Hinrichtung oder Auspeitschungen. Den Registan im Sattel sitzend zu überqueren war verboten. Der Reiter war verpflichtet abzusteigen, das Pferd zu führen und sich, das Gesicht dem Ark - der Festung der Stadt - zugewandt, pausenlos zu verneigen. Verstöße gegen diese Vorschrift wurden hart bestraft.

    ARK-FESTUNG: Die Entstehung des Arks datiert vermutlich vom Beginn des ersten Jahrtausends nach Christus. Die Zitadelle war mehrfach zerstört worden und wurde im 7. Jahrhundert mit einem ungewöhnlichen Grundriss wieder aufgebaut. Nachdem die Festungsmauern bereits errichtet waren, so erzählt die Legende, wurde mit dem Bau des Palastes begonnen. Das fast vollendete Bauwerk stürzte aber leider ein. Weil die Ursache dafür nicht geklärt werden konnte, beschloss man, sich auf Übersinnliches zu verlassen, und errichtete den Palast in der Form des Sternbildes "Großer Bär" auf sieben steinernen Pfeilern. Die Gesamtfläche der Festung beträgt fast 35.000 Quadratmeter. Der Ark diente als befestigte Residenz der Gebieter Bucharas. Dort gab es Paläste, Heiligtümer, Kasernen, Kanzleien, einen Münzhof, Speicher und Vorratshäuser, Werkstätten, Stallungen, ein Arsenal sowie ein Gefängnis. Mittagessen.
    Es geht zurück zum Registan. Man überquert die vor ihm liegende Straße zur:
    BOLO HAUZ MOSCHEE: Im 18. Jahrhundert als Gemeindemoschee gebaut, diente sie auch als Hauptmoschee und Freitagsmoschee, da sie vorwiegend dem Hof des Emirs zur Verfügung stand. Wenn der Emir die Moschee aufsuchte, wurden über den ganzen Platz Teppiche gelegt, die Menschen legten sich ihm, während er zum Gebet schritt, zu Füßen. Die prunkvoll gestaltete Moschee bildet mit dem Wasserbecken (Hauz) und dem niedrigen Minarett eine in sich geschlossene Baugruppe. Das Gebäude der Moschee entstand etappenweise. Im Jahre 1712 wurde der überkuppelte Hauptsaal errichtet, aber erst im 19. Jahrhundert wurden an die nördliche und südliche Fassade Medresen angebaut, deren Zellen auf die Innenhöfe hinausgingen. Im heutiges Aussehen erhielt die Moschee im 20. Jahrhundert.
    Übernachtung in Buchara.

    Tag 07 : Buchara

    Weitere Besichtigungen in Buchara.
    MIRI-ARAB-MEDRESE: Sie entstand 1530 bis 1536. Zu jener Zeit gewann die führende islamische Priesterschaft an Macht. Die weltlichen Machthaber waren gezwungen, die Scheichs zu respektieren und zu akzeptieren, da ihr Stammbaum bis zum Propheten Mohammed zurück zu verfolgen war. Im 16. Jahrhundert hatte der Scheich Abdullah aus dem Jemen, der den Beinamen Miri Arab trug, in Buchara großen Einfluss. Er ließ die Medrese mit dem Geld, das ihm der regierende Chan geschenkt hatte, bauen. Der Chan wiederum hatte das Geld für 3.000 als Sklaven verkaufte auf Kriegszüge "erbeutete" Männer und Frauen erhalten. Die Medrese steht auf einer leicht erhöhten Backsteinplattform, wo der Platz nach Osten leicht abfällt, und ist nach dem traditionellen Schema errichet. Um den quadratischen Innenhof gruppieren sich abgerundete Ecken und zwei Wohnzellengeschosse. Besonders bemerkenswert ist das hohe Portal. An das Portal schließen sich zu beiden Seiten zwei Nischen an, in den Ecken kann man die charakteristischen Ecktürme, die sogenannten Guldasta, sehen. 
    KALON-MOSCHEE: Sie ist eines der ältesten islamischen Gotteshäuser und die zweitgrößte Moschee nach Bibi Xanom in Mittelasien und wurde Anfang des 16. Jahrhunderts im typischen Stil der Timuriden gebaut. Die Moschee hat einen großen rechteckigen Hof für bis zu 10.000 Betende. Die Galerie wird von 288 Kuppeln überdeckt, die sich auf 208 Säulen stützen. Sieben Eingänge führen in die Moschee. An der Westwand im Hauptgebäude befindet sich eine eindrucksvolle Gebetsnische, ein hohes Portal mit Mosaiken und Innenkuppel. Außen wird das Ganze von einer weithin sichtbaren Kuppel auf einem hohen, geschmückten Tambour gekrönt.

    MINARETT KALON: Es ist das dritte Gebäude des Ensembles. Das 1127 von Arslan Chan errichtete Minarett ist das Wahrzeichen der Stadt. Das Minarett ist 46 Meter hoch. Sein sich nach ober verjüngender Schaft trägt eine Rotunde mit 16 Kielbögen. Darunter umschlingt ein Murquanatkranz das Gebäude. Von ober bis unten ist es mit dekorativen Mustern der Ziegelmauerung geschmückt. Die einzelnen Gürtel sind durch hochkant gestellte Ziegel voneinander getrennt. Jeder Gürtel hat sein eigenes Ornament, auch hier werden, wie Jahrhunderte vorher im Samanidenmausoleum, die dekorativen Möglichkeiten des Backsteins genutzt.
    LABI-HAUZ: Den Altstadtrundgang beginnt man am besten am Labi-Hauz. Um das Wasserbecken (Hauz) gruppiert sich ein einheitliches architektonisches Ensemble. Direkt am Becken, das im Sommer auch die Funktion eines Freibades hat, gibt es mehrere Open-Air Teestuben (Chioxona), in denen man sich erholen und Domino spielen kann. Hier sitzen die Rentner den ganzen Tag, trinken Tee, spielen Domino oder schlafen auf den gemütlichen Sitzbänken (tahta). Nachmittags setzen sich dann auch jüngere Leute zu einer Tasse Tee dazu. Hier kann man den ganzen Tag gemütlich sitzen, das Leben beobachten und in der Regel vorzüglich essen, beispielsweise Plov oder Schaschlik, das meistens vor den Augen der Gäste frisch zubereitet wird. Auch wenn die Musik manchmal laut dröhnt, hier geht alles ruhig zu. Am Labi-Hauz kann man auch abends sehr romantisch die Atmosphäre genießen - nicht nur mit Tee. Am Westen, hinter dem Denkmal für Hodscha Nasreddin, steht:
    MEDRESE NADIR DEVON BEGI: Die Medrese stammt aus dem Jahr 1622/23. Das Gebäude wurde zunächst als Karawanserei geplant und ausgeführt. Kurz vor Abschluss der Bauarbeiten ritt jedoch der Chan durch die Stadt und lobte die schöne Medrese. Da sich Chane nie irren, wurde aus der geplanten Karawanserei eben eine Medrese. Das Gebäude wurde jedoch für die neue Funktion nicht umgebaut. Im Gebäude gibt es also keine Ayvone und keinen Medresen üblichen überkuppelten Unterrichtsraum (Darshane). Als Unterrichtsräume wurden die großen Eckzimmer genutzt. Erhalten geblieben sind der große und breite Durchgang durchs Portal und der Ausgang zum Gebäude des Wirtschaftshofes, beides typisch für Karawansereien.

    MAGOKI ATTORI: Eines der interessantesten Bauwerke Bucharas liegt in nördlicher Richtung hinter dem Geldwechslergewölbe. Die kleine Moschee gab den Historikern und Archäologen Rätsel auf. Ihr Name verweist jedoch auf ihre Entstehungszeit. Mago'ki bedeutet Grube, Vertiefung, denn die Moschee stand tiefer als die heutige Ebene der Straße und des Platzes. Attori erinnert an den Handel mit Gewürzen und Heilkräutern, der in der Nachbarschaft betrieben wurde. In der Zeit der Sogden, in der Mitte des ersten Jahrtausends vor Christus, befanden sich hier ein Markt und ein heidnischer Tempel.
    MEDRESE ULUG'BEK: Der Machthaber Ulug'bek ließ über den Eingang seiner Medrese meißeln: "Das Streben nach Wissen ist die Pflicht eines jeden Moslems und einer jeden Moslime". Auf dem bronzenen Türklopfer ist ein zweiter weiser Spruch verewigt: "Möge für den Kreis der in der Bücherweisheit bewanderten Menschen die Pforte des göttlichen Segens jederzeit geöffnet sein". Die Medrese entstand in der Blütezeit der mittelasiatischen Baukunst (1417-1418). Der Grundriss der achteckigen Anlage mit Eingangsportal, Ecktürmen und quadratischem Innenhof, Ayvon und zwei Geschossen Wohnzellen um den Hof, entspricht der typischen Medresenform. Das Gebäude gilt als Idealtyp der Medrese in Mittelasien.
    MEDRESE ABDULAZIZ CHAN: Aus dem Jahre 1652, übertrifft die Medrese Ulug'bek an Pracht und Größe. Abdulaziz Chan wollte alle seine Vorgänger in dekorativer Ausstattung und architektonischem Wert übertrumpfen. Der Grundriss erinnert an die gegenüberliegende Medrese: ein Hof mit vier Ayvonen, Eingangsportal und offene Nischen in den Hof und in der Fassade. Auf dem Mosaik der Hauptfassade und in der Ausmalung der Innenräume sind Märchenvögel, Vasen mit Blumensträußen, Parklandschaften - ungewöhnlich, da im Islam eigentlich nicht figürlich gemalt wurde - die an die indischen Miniaturen der Mogulzeit erinnern, zu bewundern. In den Gemeinschafträumen befinden sich dekorative mit Verflechtungen aus Murqarnatschmuck gestaltete Gewölbe, in den Wölbungen und Nischen finden sich Stalaktitenmotive, Wandmalerei und die Reliefmalerei "Kundal". Die bemalten Majolika in den Tymphanons der Bogen und des Mosaik des Hauptportals unterstreichen die orientalischen Pracht zusammen mit den palastähnlichen Innenräumen.
    CHOR MINOR: Die Moschee Chor Minor, die 1807 von einem reichen Turkmenen  namens Kalif Nijazkul errichtet wurde, liegt am Rande der Innenstadt. Ihre Bauweise weicht vom traditionellen Baustil ab, sie orientiert sich am indischen Taj Mahal. Ursprünglich befand sich hier ein ganzer Komplex mit einem Innenhof, einem Wasserbecken, einer Sommermoschee und dem bis heute erhaltenen viertürmigen Bauwerk. Wegen ihrer vier Minarette setzte sich der Name Chor (vier) Minor (Minarett) durch. Das für diese Region ungewöhnliche Bauwerk wurde zu einem Wahrzeichen Bucharas.
    Übernachtung in Buchara.

    Tag 08 : Buchara - Mary

    Fahrt zurück an die Grenze nach Turkmenistan. Dort wartet bereits Ihr Reiseleiter mit Wagen und Fahrer und es geht weiter nach Mary.
    Übernachtung in Mary. 

    Tag 09 : Mary - Margush - Ashgabat

    Ausflug nach Margush etwa 60 km nördlich von Mary. Das einstmals besiedelte Gebiet ist so riesig, daß Forschern, die die Region zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkundeten, sehr bald klar war, daß es sich hier hier um das antike Land Margiana oder Margush handelte, das in der Behistun-Inschrift des Achämeniden-Königs Darius (um 500 v. Chr.) Erwähnung findet. Der ursprüngliche Name Margush wurde später von den Griechen in Margiana abgewandelt. Die Tatsache, daß handwerkliche Erzeugnisse aus Margiana weit über deren Grenzen bekannt waren und die Handwerker Margianas Materialien benutzten, die in ihrer Heimat nicht vorkamen, belegt einen regen Handelsaustausch mit den benachbarten Ländern. Die Kontakte reichten bis zu Euphrat und Tigris, ins Indus-Tal und bis zum Persischen Golf. Transfer zum Flughafen von Mary und Rückflug nach Ashgabat.
    Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 10 : Ashgabat

    Tag zur freien Verfügung in Ashgabat oder in eigener Regie Besichtigungen der beiden wichtigsten Museen in Ashgabat. Besuch des Teppichmuseums im Stadtzentrum, das den echten Orientteppichen, den weltbekannten Erzeugnissen der fünf turkmenischen Hauptstämme gewidmet ist. Die Grundfarbe aller turkmenischen Teppiche ist ein warmes Dunkelrot, von dem sich die für die einzelnen Stämme charakteristischen Ornamente in bis zu sechs oder sieben verschiedenen Farben abheben: strenge geometrische Figuren und verschlungene Arabesken und/oder stilisierte Pflanzenmotive. Hier kann man in aller Ruhe die Hauptornamente im Innenfeld turkmenischer Teppiche studieren - die Göls, die "Rose der Saloren" oder das "Bukhara-Muster". Bald sind es flauschiche dicke, dann wieder glatte, verhältnismäßig dünne Teppiche, wobei die untere Grenze bei 1.500 Knoten/qdm liegen dürfte. Auch der seinerzeit größte Teppich der Welt (865 kg, 193,5 qm), der von turkmenischen Frauen in den 1940er Jahren für das Bolschoi-Theater in Moskau geknüpft wurde, ist hier zu bewundern. Anschließend eventuell zum Staatlichen Nationalmuseum im Neubaugebiet Bersengi, das im Oktober 1998 eröffnet wurde. Es ist ein imponierender, großzügig gestalteter Komplex (30.000 qm), in dem auf mehreren Etagen die Geschichte Turkmenistans besichtigt werden kann. 200.000 Jahre alte Steinwerkzeuge, Funde aus Altin Tepe, Amam Kutan, Merw, Nisa, Khone Urgentsch u.a. vermitteln einen hervorragenden Einblick in das Wachsen und Werden einer von vielen Völkern, Ethnien und Religionen geprägter Kultur. Besondere Aufmerksamkeit verdienen neben den verschiedenen Gerätschaften aus Edelmetall und Elfenbein 17 Trinkhörner (rhyta) aus der ehemaligen Schatzkammer von Nisa (2. Jahrhundert v. Chr.).
    Übernachtung in Ashgabat. 

    Tag 11: Ashgabat - Abreise

    Transfer  zum Flughafen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Anzahl Personen 1 2 4

EZ-Zuschlag

Superior Hotel Ak Altyn**** 2.649 1.609 1.485 459
Deluxe Hotel Grand Turkmen***** 2.699 1.659 1.615 485
Deluxe Hotel President***** 3.025 1.965 1.945 769

Hotel in Mary: Margush, in Buchara: 3*
Individualreise - Preise in Euro pro Person ab/bis Ashgabat, gültig bis 31.12.2013

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in der gewünschten Hotelkategorie
  • Verpflegung: Übernachtung mit Frühstück
  • Alle Transfers
  • Alle Eintrittsgelder
  • Inlandsflüge in Economy Class wie angegeben
  • Begrüßung am Flughafen bei Ankunft
  • Englisch-/deutschsprachige, örtliche Reiseleitung
  • Visumgenehmigung
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Visagebühren für die Botschaft
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • Weitere Mahlzeiten
  • Eintrittsgebühren für die Museen am Tag 10 in Höhe von 40 USD
  • Foto- und Filmgebühren in den Besichtigungsstätten

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