Große Turkmenistan Reise, 13 Tage

Ashgabat - Mary - Merv - Ashgabat - Kow Ata - Nakhur - Balkanabat - Jangy Kala Canyon - Turkmenbashi - Ashgabat - Darwaza - Konye Urgench - Dashoguz - Ashgabat


 

    Tag 01 : Ashgabat - Ankunft

    Nach der Ankunft am Flughafen frühmorgens (nach Mitternacht) Fahrt zum Hotel. Übernachtung in Ashgabat. Am späten Vormittag nach dem Frühstück Besichtigungen in Ashgabat mit Nationalmuseum, Unabhängigkeits-Platz, Monumenten und Parks. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 02 : Ashgabat - Mary - Merv

    Weiterreise nach Süden nach Mary. Stop und Besichtigungen in Anau mit den Ruinen der antiken Moschee. Mittags Ankunft in Mary.
    Mary ist die zweitgrößte Stadt in Turkmenistan und liegt etwa 350 km von Ashgabat entfernt. Es ist Mary Velayat, bekannt als die Provinz Margiana in antiker Zeit. Mary (Merv) war bekannt als "Perle des Ostens" und war die zweitwichtigste Stadt des Islam nach Baghdad im 8. bis 13. Jahrhundert ehe die Region von den Mongolen erobert wurde. Merv änderte 1937 seinen Namen zu Mary und beherbergt heute etwa 200.000 Einwohnern. Besichtigungen des antiken Merv. Geschichtsmuseum: Das zweistöckige Museum ist in einem alten Handelshaus im Stadtzentrum untergebracht. Die drei Ausstellungsbereiche zeigen die archäologische Abteilung "Antike turkmenische Zivilisationen", die ethnografische Abteilung "Ursprünge der turkmenischen Kultur und Tradition im 19. Jahrhundert" und "Merv ist eine Vielvölkerregion" mit Geschichte und Kultur von Turkmenen, Russen, Ukrainern und Armeniern. Im antiken Merv gab es drei befestigte Städte, deren Überreste heute noch zu sehen sind. Es waren Abdullah Khan Kala, erbaut 1409; Sultan Kala, begonnen im 8. Jahrhundert und 1221 von den Mongolen erobert; die erste Stadt Erk Kala mit Unterstadt, Gyaur Kala, bewohnt vom 6. bis
    zum 10./11. Jahrhundert. Besucht werden können Monumente wie Große und Kleine Gyz Kala, das Mausoleum von Gyz Bibi, das Mausoleum von Sultan Sanjar, die Moschee von Yusuf Hamadani und der Timuridische Pavillion. Übernachtung in Mary.

    Tag 03 : Merv - Mary - Ashgabat

    Weitere Besichtigungen in dem weitläufigen viele Quadratkilometer großen Merv. Am Abend Rückflug nach Ashgabat.
    Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 04 : Ashgabat - Nisa

    Besuch eines der Highlights in Ashgabat - Nisa. Die alte Stadt Nisa, etwa 12 Kilometer westlich von Ashgabat, war einst eine königliche Residenz, bis sie Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. verlassen wurde. Auch wenn es nur Ruinen sind, die einen Besucher von Nisa im Schatten des Kopet-Dagh-Gebirges erwarten, so ist eine Besichtigung doch in jedem Fall zu empfehlen. Besonders angenehm ist es, die einst so mächtige Königsburg, deren Silhouette nahezu 50 Meter hoch aufragt, am Spätnachmittag aufzusuchen, um im Licht der untergehenden Sonne durch die ehemaligen Hallen und Räume der parthischen Festung zu wandern. Einige der hier gemachten Funde - z. B. 17 Rhyta, Skulpturen - werden im historischen Museum von Ashgabat ausgestellt, wo sie ergänzend einen besonders guten Einblick in das Leben einer königlichen Residenz vor rund 2.000 Jahren vermitteln. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 05 : Ashgabat - Kow Ata - Nokhur

    Reise über 190 km zum Bergort Nokhur entlang der Täler Geokdere und Julge in den Kopetdag Bergen. Das Geokdere Tal soll nach einem Regierungsprojekt in den nächsten Jahren zu einem Erholungsgebiet für die Hauptstadt ausgebaut werden. Unterwegs Besuch der Saparmyrat Khadji Moschee und der Geokdepe Festung, jetzt ein Museum. Stopp am unterirdischen See Kow Ata in einer großen
    Grotte gelegen, 250 m lang, 25 m breit und 60 m tief, wobei der See 75 m x 23 m Ausdehnung hat. Das Dorf Nokhur liegt im Südwesten Turkmenistans, in den Tälern des Kopetdag-Gebirges. In Nokhur haben sich für Turkmenistan einzigartige Sitten und Gebräuche erhalten. Die Bewohner behaupten von sich selbst, Nachfahren der makedonischen Eroberer zu sein. Tatsächlich kann man hellhäutigen Menschen mit Blauen Augen und rötlichen Haaren begegnen. In der isoliert im Kelet-Tal gelegenen Siedlung leben etwa 5000 Bewohner, viele noch in Häusern, die in traditioneller Lehmbauweise errichtet wurden. Die Häuser haben die für Mittelasien typischen Iwane (dreiseitige Höfe oder Terrassen), geschmückt mit Holzsäulen, deren Kapitelle in Form von Hörnern geschnitzt sind. An Stangen befestigte Bergziegenschädel sollen die Höfe und deren Hausbewohner vor schlechte Einflüssen bewahren. Nachmittags kurze Wanderung zum Huri-Huri Canyon mit Wasserfall. Anschließend Besuch der muslimischen Pilgerstätte Kyz Bibi. Für die Pilger, die aus ganzen Land hierherkommen, wurde eine Chanaka (Pilgerherberge) errichtet. Der eigentliche Schrein ist eine Höhle, die über einen schmalen Pfad, vorbei an einem heiligen Baum, der 800 Jahre alt sein soll, erreicht wird. Der Legende nach lebte Kyz Bibi, in der vorislamischen Zeit die Schutzgöttin der Frauen und Göttin der Fruchtbarkeit, in dieser Höhle. Deshalb verwundert es nicht, wenn heute besonders Frauen diesen Ort aufsuchen, deren Wunsch nach Kindern bisher unerfüllt blieb. Ein besonders beeindruckendes Zeugnis der außergewöhnlichen Kultur ist der örtliche Freidhof. Hunderte verwildeter Grabhügel sind zu sehen, jeder schmückend und schützend bestückt mit möglichst großen und imposanten Gehörnen von Bergziegen, welche an einfachen an einfachen Holzpfählen befestigt sind. Überwiegend weiße, um die Pfähle gewickelte Bänder zeugen von den Besuchen der Verwandten am Grab der Verstorbenen. Spätnachmittags kurzer Besuch einer örtlichen Weberei für Seidenstoffe. Übernachtung in Nokhur.

    Tag 06 : Nokhur - Balkanabat

    Fahrt nach Balkanabat mit Unterbrechung am Paraw Bibi Schrein. Einige hundert Meter hoch in einem Felsmassiv gelegen, besteht der Schrein heute aus einem Gebäude, das einem Mausoleum gleicht (historische Quellen sprechen von einer Moschee). Am Fuße des Berges befindet sich ein einstöckiges Haus, das als Pilgerherberge (mihmanhana) dient. Eine überdachte Plattform wird als Versammlungs- und Essplatz genutzt. In der Nähe des Gästehauses sind die Ruinen der alten Stadt Ferava, auch Afraw genannt, aus dem 9. Jahrhundert zu sehen. Alte Quellen berichten, dass die Stadt einst eine arabische Grenzfestung war, die zur Verteidigung gegen die vorrückenden Oghusen diente und später ein florierender Handelsplatz an der Straße nach Choresm wurde.
    Die Reise führt Richtung Norden bis nach Balkanabat.

    Tag 07 : Balkanabat - Jangy Kala Canyon

    Weiter nördlich erheben sich wie aus dem Nichts beeindruckende Kalksteinfelsen - Jangy Kala. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Felsen um Überreste riesiger Korallenriffe aus dem Urmeer Tetis. Deutlich sind die unterschiedlichen Schichten zu sehen. Im unteren Bereich sind die Felsen rötlich-orange gefärbt, darüber fast strahlend weiß. Besonders bei Sonnenuntergang bietet diese mehrere Quadratkilometer große Landschaft ein einmaliges Spektakel. Die Felsen erreichen eine Höhe von 150 bis 200 m. Auf dem Plateau können versteinerte Muscheln und Ammonite wie am Strand gesammelt werden. Vom Plateau bietet sich ein phantastischer Blick hinab in die Canyons. Übernachtung im Zelt.

    Tag 08 : Jangy Kala Canyon - Turkmenbashi (Awaza)

    Heute führt die Tour weiter nach Turkmenbashi, dem administrativen Zentrum des Welayates Balkan. 600.000 Menschen leben in der 560 km von Ashgabat entfernten Stadt am Kaspischen Meer. Im Jahre 1717 entstand hier eine erste Siedlung, als russischen Truppen unter der Führung von Prinz Alexander Bekovich anlandeten mit dem Vorhaben, weiter nach Chiwa zu ziehen. Der Ort war ideal, denn das alte Bett des Amu Darja, der einst in das Kaspische Meer mündete, bot den besten Weg, die Wüste Karakum zu durchqueren. Die Mission scheiterte und erst 150 Jahr später betraten die Russen wieder dieses Terrain. 1869 landeten wieder russische Truppen und bauten die Festung Krasnovodsk ("Rotes Wasser"). Die Festung wurde zur Operationsbasis gegen das feindliche Khanat von Chiwa und zur Unterwerfung der turkmenischen Stämme. Mit dem Bau der Transkaspischen Eisenbahn im Jahre 1884 wurde Krasnodovsk auch zum bedeutenden Warenumschlagplatz. Mit den Ölfunden in Kaspischen Meer wurde Turkmenbashi zum Ölhandelsplatz, die größte Ölraffinerie Turkmenistans befindet sich hier. Heute ist Turkmenbashi ein beliebtes Ferienziel für die Turkmenen. Das Wasser des Kaspischen Meers ist sauber. Etwa 10 km von der Stadt liegt das Gebiet "Awaza", ein Touristenresort, das in den nächsten Jahren große Investitionen in einer "Sonderwirtschaftszone" erwartet mit dem Bau von Hotels, Resorts, Spas und - wie man munkelt - Casinos.Derzeit ist es noch recht beschaulich mit einigen wenigen Hotel oder Wochenendehäusern und Bungalows, die von den Besitzern an Gäste vermietet werden. Nachmittags Zeit zum Entspannen oder Baden. Übernachtung in Turkmenbashi.

    Tag 09 : Turkmenbashi

    Vormittags entdecken Sie Turkmenbashi, das "San Francisco von Turkmenistan" mit dem Basar, Museum, Russische Orthodoxe Kirche und Denkmal der japanischen POW's (Kriegsgefangene). Am Nachmittag haben Sie die Gelegenheit zum Sonnenbaden oder zu einer Runde Schwimmen in Kaspischen Meer. Übernachtung in Turkmenbashi.

    Tag 10 : Turkmenbashi - Ashgabat

    Vormittags zur freien Verfügung. Am späten Nachmittag Transfer zum Bahnhof. Fahrt mit dem Nachtzug nach Ashgabat. Übernachtung im Zug.

    Tag 11 : Ashgabat - Bokurdak - Darwaza (Gas Krater)

    Von Ashgabat geht es nördlich durch die Wüste Karakum über die Oase Erbent zu einer Nomaden-Siedlung (es sind immer wieder unterschiedliche Familien, die sich dort einige Zeit aufhalten und dann weiterziehen) namens Bokurdak Settled Nomadic Village. Sie lernen das Leben im Dorf kennen, das umgeben ist von den Sanddünen der Karakum Wüste. Beobachten Sie die Nomaden beim Schafe scheren, beim Weben der Wolle und der Herstellung von Kleidung, sehen Sie beim Brot backen zu oder beim Kamele melken und kosten Sie "chal", ein Getränk aus Kamelmilch. Nachmittags weiter nach Norden mit Stopp zum Fotografieren in den Sanddünen bis nach Darwaza. In der Nähe der ehemaligen Siedlung Darwaza, nördlich von Erbent, ist inmitten der Wüste Karakum eine besondere Attraktion zu bewundern. Auf der Suche nach Erdgas wurden hier in den siebziger Jahren Explorationsarbeiten ausgeführt. Das Gestein an der Bohrstelle war instabil und stürzte während dieser Arbeiten ein. Es entstand ein Krater mit einem Durchmesser von etwa 200 m und einer Tiefe von ca. 50 m. Aus hunderten Spalten im Gestein tritt Erdgas aus. In den folgenden Jahren verendeten viele Tiere in der Umgebung der Kraters. Entweder starben sie an Gasvergiftungen, oder sie stürzten in den Krater, der bis an die Abbruchkante bewachsen ist. Wie sich das ausströmende Gas entzündete, weiß niemand mehr ganz genau, es existieren verschiedene Geschichten. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Geschichte vom Viehhirten, der, um weitere Verluste in seinen Herden zu vermeiden, einen brennenden Autoreifen in den Krater warf. Sofort entzündeten sich an den Austrittsstellen des Gases Feuer, die bis heute brennen. Seither halten sich die meisten Tiere vom Krater fern. Es wurden bislang keine Versuche unternommen, die Feuer zu löschen. Besonders in der Nacht bietet der brennende Krater ein gigantisches Schauspiel. Bereits von einigen Kilometern Entfernung ist der Feuerschein zu sehen. An der Abbruchkante stehend, könnte man meinen, direkt in die Hölle zu blicken. Hunderte, vielleicht auch tausende kleine und größere Feuer lodern. In sicherer Entfernung übernachten Sie in einem Zeltcamp.

    Tag 12 : Darwaza - Konye Urgench - Dashoguz

    Morgens führt die Reise weiter nach Norden bis nach Konye Urgench. Die Stadt, die früher den Namen Gurgandsch trug, war bereits im 1. Jahrhundert nach Christus ein bedeutendes Zentrum an der nördlichen Route der Seidenstraße, die zum Kaspischen Meer und nach Russland führte. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde die Stadt von Arabern erobert, die den Islam ins Land brachten. 995 gelang es dem Emir Mahmun, das Land Choresm zu einen. Er machte Gurgandsch zu seiner Hauptstadt. Zahlreiche prächtige Paläste, Moscheen, Mausoleen, Koranschulen und Bibliotheken wurden gebaut und machten Gurgandsch zu einem Zentrum der islamischen Welt. Ab 1221 war die Stadt in mongolischer Hand und hieß nun Konye Urgench, das 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Fahrt zum Flughafen nach Dashoguz und Rückflug nach Ashgabat (oder Weiterreise nach Usbekistan). Abends Ankunft in Ashgabat. Übernachtung in Ashgabat.

    Tag 13 : Ashgabat - Abreise

    T
    ransfer  zum Flughafen.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Anzahl Personen 1 2 3-6

EZ-Zuschlag

Superior Grand Turkmen/Ak Altyn 4.645 2.895 2.475 315

Individualreise - Preise in Euro pro Person ab/bis Ashgabat, gültig bis 31.12.2017

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in der angegebenen Hotelkategorie
  • Verpflegung: Übernachtung mit Frühstück
  • Alle Transfers
  • Alle Eintrittsgelder
  • Inlandsflüge in Economy Class wie angegeben
  • Bahnfahrt Turkmenbashi-Ashgabat
  • Begrüßung am Flughafen bei Ankunft
  • Englisch-/deutschsprachige, örtliche Reiseleitung
  • Visumgenehmigung
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Visagebühren für die Botschaft
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • Weitere Mahlzeiten
  • Eintrittsgebühren für weitere Besichtigungen
  • Foto- und Filmgebühren in den Besichtigungsstätten

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