Das Leben der Nomaden in Kirgistan, 14 Tage

Bischkek - Ala Archa Nationalpark - Naryn - Tash Rabat Tal - Song Kul See - Kochkor - Jety Oguz Schlucht - Karakol - Issyk Kul See - Bischkek  Hauptreisezeit Juni bis September

    Kurzversion

    Tag 01 : Bischkek

    Ankunft in Bischkek und Transfer zum Hotel. Stadtbesichtigung in Bischkek. Die grüne Stadt besitzt fünf Kultur- und Erholungsparks, darunter einen Eichenpark mit Skulpturen kirgisischer Bildhauer, elf Waldparks, zahlreiche öffentliche Gärten und zwei Boulevards.
    Museum für Nationalgeschichte: Dieses Gebäude war einst das Lenin-Museum und ist in einem  für die Sowjetzeit repräsentativen Architekturstil gehalten. Ein Stockwerk des Museums wurde so belassen, wie es war - ungestört von kritischen Anmerkungen kann sich der Besucher in eine noch nicht so weit zurückliegende Zeit versetzen lassen, die auch zur Geschichte des Landes gehört. Zwei Stockwerke wurden von den alten Exponaten geräumt, die Ausstellung stellt mit Funden die vorsowjetische und kirgisische Geschichte und die der Seidenstraße dar. Neben einer Jurte ist eine sehenswerte Sammlung verschiedenartiger Volkskunst zu bewundern.
    Ala-Too Platz: Das Lenin-Denkmal auf dem Ala-Too Platz wurde durch eine vergrößerte Reproduktion der kirgisischen Variante der Freiheitsstatue verdrängt. Sie schwebt auf einer hohen Säule und hält den Tündük, den Rauchabzug der Jurte, der auch auf der Landesfahne prangt, mit einer Hand empor wie einen Loorbeerkranz.
    Osh-Markt: Der Osh-Basar ist der größte Markt in Bischkek. Er liegt drei Kilometer westlich vom Zentrum an der Ecke Kievskaja und Beisenalieva und ist täglich geöffnet. Angeboten wird hier alles von Nahrungsmitteln über Kosmetika und Kleidung bis zu Autoteilen. Koreaner, Chinesen und Russen bieten hausgemachte Salate und andere Spezialitäten an. Wer ein kirgisisches Souvenir sucht, findet hier zum Beispiel weiße Filzhüte und Teppiche. Übernachtung in Bischkek.

    Tag 02 : Bischkek - Ala Archa Nationalpark

    Wie schon die vom Stadtzentrum aus zu sehenden Berge anzeigen, ist der Weg zu den Naturschönheiten Kirgistans nicht weit. Der Naturpark Ala Archa, 30 Kilometer südlich von Bischkek, ist einer der höchstgelegenen der Welt: Es beginnt bei 1600 Metern und umfaßt die größte der zahlreichen Schluchten in der Gegend sowie die umliegenden Berge mit Wasserfällen und Gletschern. Der Ala Archa Naturpark hat seinen Namen von dem hier wachsenden Wacholderbaum, der bis zu 600 Jahre alt wird. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zu Wanderungen. Auf dem Gletscher hoch in den Bergen kann man sogar im Sommer Ski laufen. Nach der Wanderung und einem Picknick im Grünen am späten Nachmittag Rückfahrt nach Bischkek. Übernachtung in Bischkek.

    Tag 03 : Bischkek - Kochkor - Naryn

    Fahrt Richtung Süden über Balykci zum Dorf Kochkor. Besichtigung des dortigen Museums der Ethnografie und traditioneller Kunst. Mittagessen in einer Jurte. Nachmittags Beobachtung des Lebens der Ortsbewohner und Erkundung der Umgebung. Anschließend geht es weiter nach Naryn. Naryn (45.000 Einwohner), Gebietshauptstadt am linken Ufer des Naryn, 2037 Meter hoch gelegen, mitten im Tien-Shan, wurde 1858/69 als Festung an der Handelsstraße Rybatschje (heute Issyk-Kul) - Naryn - Kashgar gegründet und 1927 zur Stadt erklärt. Der stark im Wachstum begriffene Ort unterhält ein Musiktheater sowie eine pädagogische und eine medizinische Lehranstalt. Von hier führen gut angelegte Straßen in die herrlich gelegenen Winter- und Sommerweiden des Bergmassivs (Kotschkor-Tal, Arpa und Son-Kul). Übernachtung in einem Gästehaus.

    Tag 04 : Naryn - Tash Rabat Tal

    Über den Dolon Pass (3030 Meter) geht es in das Tash Rabat Tal. Tash-Rabat ist das letzte Hochtal, bevor die schneebedeckten Hänge des Tien-Shan hinabsinken in den Dunst der Wüste Taklamakan. Das Klima ist hier wesentlich milder als im umgebenden Hochgebirge. Hier war der Ort, an dem die Kaufleute und Eroberer ihre Tiere noch einmal weiden und tränken und sich selbst noch einmal ausruhen konnten, ehe sie einen salzigen, halbgefrorenen See umrundeten und hinunterstiegen in die Glut der "Wüste ohne Wiederkehr" - Kashgar entgegen, der großen Oase am Fuß des Pamir, Ziel und Treffpunkt vieler Karawanen aus Ost und West. In die grünen Kuppen, die ringsum die zu Zacken emporsteigenden Talwände bedecken, ist eine kleine Karawanserei eingebettet. Der Quader gleicht mit dem wuchtigen Eingangsvorbau und den turmförmigen Vorsprüngen an den Ecken dem Kern der Moscheen und Koranschulen, die in Samarkand zu sehen sind. Das Gebäude wurde im 15. Jahrhundert aus Naturstein gefügt und liegt so an einem Hang, daß es scheint, es sei immer tiefer ins weiche Erdreich gesunken und werde bald ganz unter Gras verschwinden, wenn dieses nicht regelmäßig von Pferde- und Schafherden gestutzt würde. Die angenagten Mauern und die eingefallene Kuppel wurden 1984 restauriert, wobei man leider nicht wie die alten Baumeister den selbsttragenden Kräften des Gewölbes vertraute, sondern mit viel Mörtel nachhalf. Im Inneren ist ein Hauptraum und davon abgehende Kammern zu besichtigen, ein Tunnel führt ins Innere des Berges. Übernachtung in einer Jurte.

    Tag 05 : Tash Rabat Tal

    Ausflug durch das Tash Rabat Tal auf den Tash Rabat Pass mit malerischen Blicken auf den Tschatyr-Kul See. Übernachtung in der Jurte.

    Tag 06 : Tash Rabat Tal - Song-Kul See

    Fahrt zum herrlich gelegenen Song-Kul See. Schon im Tal stimmt die Landschaft auf grandiose Eindrücke ein. Unweit von Cajek überragen rostfarbene Felsen, die an Wolkenkratzer und Kathedralen erinnern, die Schlucht. Die üppigen Weidegründe auf dem Plateau des Song-Kul werden in den Sommermonaten von den Kirgisen genutzt, deren Jurten aus dem weiten Grün wachsen wie Champignons. Auf den Feuchtwiesen wächst nicht nur Gras für die Schafe, Kühe und Pferde der Hirten. Rosa Blüten und das in Europa seltene, unter Naturschutzstehende Edelweiß sprenkeln jeden Fußbreit der Hochebene. Hier brüten die seltene Streifengans und Schwarzstörche. Die Hochebene mit dem See mißt 60 mal 30 Klometer und wird auf allen Seiten von bis zu 3800 m hohen Bergen begrenzt. Der See selbst liegt auf 3016 m Höhe. Der See faßt 2,82 Kubikkilometer Wasser. Es gibt nur einen Abfluß im Südosten zum Naryn, den Koidsarti. Unterkunft in der Jurte.

    Tag 07 : Song-Kul Tal

    Beobachtung des Lebens der Nomaden. Reiten. Ausflug durch das Song-Kul Tal. Besuch der Felszeichnungen und der heiligen Steinkreise. Unterkunft in der Jurte.

    Tag 08 : Song Kul Tal - Kochkor

    Fahrt zum Dorf Kochkor. Abendessen und Übernachtung in einem Privathaus.

    Tag 09 : Kochkor - Jety Oguz Schlucht

    Von Kochkor geht es Richtung Osten am Südufer des Issyk Kul Sees bis 15 Kilometer vor Karakol schlängelt sich die Straße in die Berge zu einer der Hauptsehenswürdigkeiten Kirgistans. Nach zehn Kilometern ist eine Gruppe roter Felsen mit dem Namen Dzeti-Oguz erreicht. Die Felsen bergen uralte Felszeichnungen. Der Sage nach waren sie sieben (kirgisisch: dzeti) wilde Ochsen, die das Land verwüsteten und zur Strafe in Stein verwandelt wurden. Durch Erosion sind is inzwischen eher neun Ochsen geworden. Auf dem Weg kommt man an einem gespalteten Felsen aus demselben Gestein vorbei, den man das "Gebrochene Herz" nennt. Nachmittags unternehmen Sie eine gemütliche Wanderung zu einem nahegelegenen Wasserfall. Übernachtung in einer Jurte.

    Tag 10 : Jety Oguz Schlucht

    Nach dem Frühstück Ausflüge zu Fuß in der Schlucht. Lernen Sie heute die Flora und Fauna kennen, die in den Schluchten und Hochtälern des Tien-Shan vorherrscht. Erleben Sie das Panorama der umliegenden 5000er. Übernachtung in der Jurte.

    Tag 11 : Jety Oguz Schlucht  - Karakol

    Weiterreise entlang der Südseite des Issyk-Kul und dann nach Norden bis nach Karakol, das früher Przevalsk hieß. Die Stadt wurde 1864 von den Kosaken als Garnisonsstadt unter ihrem heutigen Namen gegründet, der "Schwarze Hand" bedeutet - wegen des fruchtbaren Ackerbodens. Karakol hat das typische Aussehen eines russischen Kolonialstädtchens. Nachdem hier der Forschungsreisende Przevalskij gestorben war, wurde Karakol zu seinen Ehren umbenannt, was 1993 wieder rückgängig gemacht wurde. Die Stadt ist das Verwaltungszentrum des Issyk-Kul Gebietes und bietet neben dem gutsortierten Markt viele Geschäfte, die Lebensmittel, Hausrat und Kunsthandwerk verkaufen. Eine originelle Sehenswürdigkeit ist die dunganische (oder chinesische) Moschee, die wie ein buddhistischer Tempel aussieht. Die Dunganen, chinesische Moslems, hatten sich 1883 hier niedergelassen und die Moschee ganz aus Holz und ohne einen einzigen Nagel errichtet. Ebenfalls ganz aus Holz ist die russisch-orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, die 1896 erbaut wurde und in einem Rosengarten liegt. Sie wurde erst in den 90er Jahren restauriert. Besuch des Museums für den Forschungsreisenden N. M. Przevalski. Nikolaj M. Przevalskij wurde am 12. April 1839 in Smolensk geboren unternahm mehrere zum Teil zwei bis drei Jahre dauernde Reisen für die Russische Geographische Gesellschaft. Sie führten ihn nach China, Tibet, in den Tien-Shan, die Mongolei und die Taklamakan Wüste in Xinkiang. Unterkunft im Gästehaus oder im Hotel.

    Tag 12 : Karakol - Cholpon-Ata

    Weiterreise entlang der Nordküste des Issyk Kul Richtung Westen nach Cholpon-Ata.
    Cholpon-Ata: Auf der Höhe der Mitte des Sees liegt der Ort Cholpon-Ata. Der Name bedeutet "Hüter des Morgensterns"; so nennen die Kirgisen den Schutzgeist ihrer Schafe. Ein sich auf Pferde beziehender Name wäre passender, denn hier befindet sich die beste Hengstzucht Kirgistans. Auf einem kleinen Basar kann man sich mit Proviant eindecken. In den Bergen nördlich des Städtchens sind Felszeichnungen erhalten, vermutlich von den Skyten (7. bis 3. Jahrhundert v. Chr.).
    Issyk Kul See: Im Osten birgt Kirgistan seine beeindruckendsten Naturwunder - die höchsten Tien-Shan-Gipfel und den nach dem Titicaca-See zweitgrößten Hochgebirgssee der Welt. Bevor die Kräfte, die den Tien-Shan auftürmten, in der Kasachensteppe verebbten, schoben sie zwei Bergketten in die Höhe. Das Schmelzwasser der Gipfel füllte den tiefen Spalt, der sich zwischen ihnen aufgetan hatte. Mit 702 Metern ist der Issyk-Kul der vierttiefste See der Erde. Von der Westspitze aus laufen seine Ufer weit auseinander und finden sich erst nach 180 Kilometern wieder. Der Issyk-Kul mißt 60 Kilometer an seiner breitesten Stelle und bedeckt eine Fläche von 6236 Quadratkilometern. Damit ist er elfeinhalb mal größer als der Bodensee. Er liegt in der nach dem Ferganabecken größten Senke des Tien-Shan, dessen Gipfel, die ihn im Norden und Süden einrahmen, selbst im Sommer mit Schnee bedeckt sind. Wenn das Licht der Abendsonne auf den See fällt, gleichen die Viertausender einer Platinkrone auf dunkelblauem Samt. Die Schönheit des Issyk-Kul ist der Stolz der Kirgisen; ihnen gilt er als heilig. Fast die Hälfte der 688 Kilometer langen Küste ist Sandstrand. Nach der Schwarzmeerküste war dies die größte Badezone der Sowjetunion. Die Nordküste des Issyk-Kul wurde touristisch gut erschlossen, da sie mehr Sonne erhält als das im Schatten der Berge liegende Südufer. Im Durchschnitt scheint hier 2800 Stunden im Jahr die Sonne, und es herrscht das am wenigsten kontinentale Klima im Land. Im Uferbereich ist es etwa 3-5 Grad wärmer als in anderen Teilen Kirgistans, die auf gleicher Höhe liegen. Trotz seiner Lage auf 1608 Metern Höhe friert der See nie zu. Seinen Namen trägt es somit zu Recht: Er bedeutet "heißer See". Man vermutet, daß warme Quellen am Seegrund das Wasser über dem Gefrierpunkt halten, denn rund um das Ostende sprudelt heißes Wasser aus der Erde - für Heilbäder genutzt. Übernachtung im Gästehaus oder Hotel am Ufer des Issyk-Kul Sees.

    Tag 13 : Cholpon-Ata - Bischkek

    Nach dem Frühstück geht es am späten Vormittag zurück nach Bischkek. Gelegenheit zu Erkundungen auf eigene Faust in Bischkek. Übernachtung im Hotel.

    Tag 14 : Transfer zum Flughafen.

       

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Anzahl Personen

2

3

4

EZ-Zuschlag

01.01.17 - 31.10.17

2.055

1.649

1.475

209

Individualreise - alle Preise in Euro pro Person, ab/bis Bischkek , gültig bis 31.12.2017.
Tägliche Abreise möglich! Bitte beachten Sie, dass Sie in ein Land reisen, in dem die touristische Infrastruktur zum Teil nicht sehr gut ausgebaut ist. Kleine Änderungen im Reiseverlauf behalten wir uns daher vor.

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in Mittelklassehotels und Gasthäusern 6x, Privathäusern 1x und Jurten 6x
  • Verpflegung: Vollpension
  • Alle Transfers
  • Alle Eintrittsgelder
  • Begrüßung am Flughafen bei Ankunft
  • Deutschsprachige, örtliche Reiseleitung
  • Betreuung durch unseren Partner vor Ort
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Flughafensteuern
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • Weitere Mahlzeiten
  • Langstreckenflug
  • Trinkgelder

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