Mount Kailash - heiliger Berg der Tibeter, 14 Tage

Lhasa - Gyantse - Shigatse - Rongbuk - Everest Base Camp - Saga - Darchen - Mount Kailash - Manasarovar See - Saga - Shigatse - Lhasa




    Tag 01 : Lhasa - Ankunft

    Ankunft am internationalen Flughafen von Lhasa. Begrüßung durch unseren örtlichen Partner und Transfer zum Hotel. Zeit zur Akklimatisierung und zu ersten Ausflügen in die Umgebung. Übernachtung in Lhasa.

    Tag 02 : Lhasa

    Besichtigungen in Lhasa.
    JOKHANG TEMPEL, das "Haus des Herrn": Der Jokhang ist nicht nur das religiöse Zentrum von Lhasa, sondern auch der höchstverehrte Tempel im gesamten tibetischen Kulturbereich und einer der Höhepunkte einer jeden Tibetreise. Im Tempelführer, den der 05. Dalai Lama herausgegeben hat, heißt es: "Wenn man dieses Tempelkloster mit all den Kultobjekten darin einmal sieht, wird die Gefahr einer schlimmen Wiedergeburt beseitigt. Wenn man es zweimal sieht, erlangt man die Verkörperung als Deva oder Mensch und kann die Erlösung erreichen. Wenn man es dreimal sieht, tilgt man die drei schlimmsten Gifte aus der Seele." Die Gründung des Klosters geht zurück auf das 6. Jahrhundert und unter dem 5. Dalai Lama im 17. Jahrhundert erhielt der Jokhang sein heutiges Aussehen mit neuer Eingangsfront und vier vergoldeten Kupferdächern. Nur einige Holzschnitzereien an den Eingängen zu den Kapellen, auf einigen Pfeilern und an den Enden einiger Träger stammen noch aus dem 7. Jahrhundert. Anlässlich des Monlam 1927 soll ein mongolischer Lama aus Sera das Rad der Lehre mit den Gazellen und die beiden vergoldeten Siegesbanner auf dem Dach gespendet haben. Etwa 70 Mönche betreuen heute das Heiligtum. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Massen der Pilger zu beaufsichtigen und die Spenden entgegenzunehmen.
    PARKHOR MARKT, wo das alte Tibet lebt: Es sind die großen Patrizieranwesen, die sich aus massiven Granitsteinen zu dreistöckigen burgenartigen Gebäuden erheben. Die Adligen und andere Würdenträger, die in den Anwesen residieren, lassen ihre Handelsgeschäfte durch Agenten mit ihren Verkaufsständen erledigen, damit sie sich "den wichtigen Dingen des Lebens" widmen können. Die Handelsbeziehungen zahlreicher Kaufleute aus Lhasa reichen weit über die Grenzen Tibets hinaus bis China, Indien, Vorderasien und Turkestan. Die Hauptmasse der auf dem Markt verhandelten chinesischen und japanischen Waren kommt heute auf dem Seeweg über Singapur und Kalkutta (Kolkata). Da die Männer viel unterwegs sind, liegt fast der gesamte Kleinhandel in den Händen der Frauen, die es dann auch meisterhaft verstehen, ihren Rosenkranz abwechseln als Gebetsschnur oder Rechenmaschine zu benutzen und dem wirtschaftlichen Leben der tibetischen Hauptstadt eine eigene Note zu verleihen. Auf der Parkhorstraße kann man so ungefähr alles kaufen, was das Herz begehrt. Neben japanischen Dutzendwaren gibt es Wolle, Seiden, Brokat- und Pulostoffe, Teppiche, Pelze, Medizinkräuter, Moschusstoff, alle Arten Lebensmittel, chinesische Delikatessen, Gold- und Silberarbeiten, Gebetsmühlen, Rosenkränze, Butterlampen, Schwerter, Dolche, parfümierte Seifen, Whisky, Creme de Menthe - und selbst deutsches Exportbier der Schlüsselbrauerei zu Bremen. Die Geschäfte vollziehen sich stets in einem ruhigen und gemächlichen Tempo. Oft sieht man achtbare Geschäftsfrauen, die sich die Köpfe gegenseitig in den Schoß legen und sich stundenlang zu wechselseitiger Jagd und Körperpflege zusammenfinden. Der heilige Parkhor ist also nicht nur Stätte emsiger handwerklicher Betätigung, sondern zugleich auch des intimeren Familienlebens der einfachen Bevölkerungsschichten.

    DREPUNG, der "Reishaufen": Neun Kilometer westlich von Lhasa liegt in einem felsigen Tal nach Norden hin Drepung, das 1416 von Jamyang Chöje (1379-1449), einem der beiden Lieblingsschüler Tsongkapas gegründet und von diesem selbst eingeweiht wurde. Drepung bedeutet "Reishaufen" nach einem Kloster in Südindien, manche erklären den Namen aber auch mit den vielen weiß gekalkten Gebäuden. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Anlage unter dem 5. Dalai Lama vergrößert; er regierte von Drepung aus, während der Potala im Bau was. Viele hohe Lamas studierten hier, darunter z. B. Jamyang Zhepa, der Gründer von Kloster Labrang im osttibetischen Amdo. Drepung war das größte und reichste Kloster von Tibet. Vor 1959 wird die Zahl der Mönche mit ca. 8.000 angegeben, davon 400 Geshes und 50 Inkarnationen. Bei der Geshe-Prüfung des 14. Dalai Lama zählte man bereits 9.980 Mönche. Der Abt (Tripa Khenpo) war eine der einflussreichsten Persönlichkeiten, und während des Monlam-Festes in Lhasa wurde zwei Mönchen aus Drepung für 21 Tage die Verwaltung der Stadt übertragen. Drepung nahm dank seiner riesigen Ländereien viele Steuern ein, 300 kleinere Klöster unterstanden seiner Oberhoheit. 1959 flohen etwa 3.000 Mönche nach Indien, die übrigen gingen zurück in ihre Dörfer. Drepung hat während der Kulturrevolution relativ wenige Zerstörungen erlitten. Seit 1980 ist das Kloster wieder in Betrieb (etwa 500 Mönche). Haupteinnahmequelle ist neben den Spenden der immer zahlreicher werdenden Pilger ein Obstgarten. Übernachtung in Lhasa.

    Tag 03 : Lhasa

    Besichtigungen in Lhasa.
    POTALA PALAST, Symbol der Macht: Auch wer den Potala nur von Bildern kennt, ist überwältigt von diesem mächtigen Bauwerk, dem Symbol weltlicher und geistlicher Macht. Die Ausgewogenheit in Farbe, Form und Proportionen, die Monumentalität und die Ausnützung der natürlichen Gegebenheiten lassen den Betrachter nur staunen. Pilger errichteten an der Stelle, vor der sie zum ersten Mal nach oft monatelangen Wanderungen seine goldenen Dächer leuchten sahen, Steinberge und warfen sich zu Boden. Der französische Missionar Abbé Huc schrieb 1846: "Der Palast des Tale Lama verdient seinen über alle Welt verbreiteten Ruhm. Er führt den Namen Buddha La, das heißt Buddha-Berg. Auf einem gewaltigen, von der Natur gebauten Sockel haben die Verehrer des Tale Lama einen prachtvollen Palast errichtet, in demselben residiert die Fleisch gewordene, lebendige Gottheit - Von diesem Heiligtum übersieht man weit und breit die Gegend und blickt an hohen Festtagen auf die unzähligen Scharen der Andächtigen, welche aus der Ebene heranziehen und am Fuße des heiligen Berges sich zu Boden werfen. Von Lah Sa bis Buddha La führen zwei herrliche Baumgänge. In ihnen sieht man täglich viele fremde Pilger ihrer buddhistischen Rosenkranz beten, und Lamas vom Hofe in prächtiger Tracht auf reich angeschirrten Pferden reiten." 1645 begann der 5. Dalai Lama den Bau des heutigen Potala als Manifestation der neuen Macht der Gelben Kirche. 1653 war der elfstöckige Weiße Palast (Potrang Karpo) fertig, und der Gottkönig übersiedelte vom Kloster Drepung dorthin. Als 1682 der "Große Fünfte" starb, hielt der Regent Desi Sangye Gyatso (1653-1705) den Tod geheim, um den Weiterbau nicht zu gefährden, denn nur die Verehrung, die die Menschen dem Dalai Lama entgegenbrachten, ließ sie ihre harte Arbeit widerspruchslos hinnehmen. Einzig der Kammerdiener und ein Mönch, der ihm ähnlich sah und bei den Zeremonien seine Rolle spielte, waren informiert. Als der Schwindel 1694 (zwölf Jahre später!) aufflog, waren der dreizehnstöckige Rote Palast (Potrang Marpo) und auch die Grabkapelle des "Großen Fünften" fertig. 1959 während des tibetischen Aufstandes wurde auch der Potala mit Artillerie beschossen, aber nur wenig beschädigt. In der Zeit der Kulturrevolution stand der Potala unter dem persönlichen Schutz von Zhou Enlai. Reguläre Truppen schützten ihn vor den Roten Garden. Im Sommer 1994 wurde eine fünfjährige, von Beijing finanzierte Restaurierungsphase beendet. Gemälde wurden mit einer Schicht aus farblosem Lack überzogen, elektrisches Licht wurde installiert. Schon die Zahlen beeindrucken: Der Potala ist etwa 400 m lang (O-W) und bis zu 117 m hoch; er bedeckt 130.000 Quadratmeter Fläche, (das entspricht etwa der Wohnfläche von 1.000 durchschnittlichen Einfamilienhäusern in Westeuropa); 15.000 Säulen tragen die Decken. Die leicht nach innen geneigten Mauern, die direkt aus dem Felsen zu wachsen scheinen, sind unten bis zu 5 Meter stark, oben noch zwei Meter. Baumaterialien sind Steine, Holz und Mörtel. Man goss flüssiges Kupfer in die Fundamente, um die Erdbebensicherheit zu vergrößern.

    SERA, der "Wildrosenhof": Sera ist die jüngste, der "drei Säulen der Gelben Kirche", es wurde erst 1419 gebaut, im Todesjahr von Tsongkapa. Gründer war sein Schüler Jamchen Chöje oder Sakye Yeshe (1355-1435). Dieser gelehrte Mönch besuchte als Vertreter Tsongkapas dreimal den Ming-Kaiser in China. Daher bestand zwischen Sera und China eine besondere Beziehung. Sera liegt am Fuß der Berge, fünf Kilometer nördlich von Lhasa, unterhalb einer Einsiedelei (Sera Utse), in der Tsongkapa einige Jahre verbraucht hat. Jahrhunderte lang war Sera berühmt für die Gelehrsamkeit seiner Mönche, aber auch gefürchtet wegen der Rauflust einer Gruppe von Laienbrüdern (Dob-Dob), die schwere körperliche Arbeiten verrichteten und eine Art Mönchspolizei bildeten. Von Adligen wurden Sie als Leibwachen engagiert. Übernachtung in Lhasa.

    Tag 04 : Lhasa - Gyantse

    Reise über Land nach Gyantse. An der Strecke traumhafter Ausblick auf Tibets schönsten See, den türkisblauen Yamdrok Yamtso (Yamdrok bedeutet Jade, 4.482 m Meereshöhe, 180 qkm) in der Form einer Orchidee oder eines Skorpions. Eisbedeckte Gipfel bilden die Kulisse: im Westen der 7190 Meter hohe Nayun Kang, im Süden der 7.554 Meter hohe Kula Kangri, Bhutans höchster Berg. Hier fand 1904 das letzte Gefecht zwischen den britischen Truppen von Colonel Younghusband und den Tibetern statt. Der Yamdrok Yamtso gehört mit dem Lhamo Lhatso, dem Nam Tso und dem Manasarovar zu den vier heiligen Seen Tibets.
    GYANTSE, der "Königliche Gipfel": Gyantse (3.950 m, 20.000 Einwohner, ca. 260 km von Lhasa), "Königlicher Gipfel", war einst Tibets drittwichtigste Stadt am Kreuzungspunkt der bedeutendsten Handelsstraßen von Nepal, Indien und Bhutan nach Lhasa. Ein hoher Felsrücken mit der Burgruine teilt Gyantse in zwei Bezirke. Im Westen breitet sich der große Klosterkomplex und ein Teil der Altstadt mit der breiten Marktstraße aus, im Osten liegt der kleinere Altstadtteil (meist Bauernhäuser). Die neuen Bauten der Chinesen bilden einen Ring um die tibetische Stadt. Mehr als in anderen Städten hat sich in Gyantse das alte Tibet mit seinen geweißten Häusern und den farbigen Fensterverkleidungen erhalten. Die Marktstraße zum Palkhor-Kloster (Dzongdun Lam) mit den Geschäften ist heute eines der schönsten Ensembles des Landes. Jahrhundertelang war Gyantse Tibets Zentrum für Wollwaren und Webarbeiten (1954 arbeiteten 80 Prozent der Einwohner in diesem Gewerbe) und Ausgangspunkt für den Export von Schaf- und Yak-Wolle nach Nepal und später, im 20. Jahrhundert, nach der Younghusband-Expedition, auch nach Indien. Seit der Schließung der Grenzen 1959 hat Gyantse seine Bedeutung verloren, nur eine Teppichweberei (Gyantse County Rug Factory) im östlichen Teil der Stadt nahe der Burg erinnert noch an die alte Tradition.

    PALKHOR-KLOSTER: Der Klosterbezirk Palkhor oder Palkhor Chöde aus dem 14. und 15. Jahrhundert am Ende der Marktstraße wirkt wie ein Gegengewicht zum Dzong. Palkhor war keine Klosterstadt in der Art von Tashilunpo oder Drepung. Palkhor war ein ökomenisches Zentrum. Innerhalb einer starken Mauer gruppierten sich neben dem Tsuklakhang und dem Kumbum-Chorten 15 kleine Klöster der verschiedenen tibetischen Sekten (9 Gelugpa, 3 Sakyapa, 3 Shalupa). Einmalig für Tibet ist, dass in Gyantse auch die nicht reformierten Orden der Rotmützen noch bis ins 20. Jahrhundert unterhalten werden durften und dass besondere Festlichkeiten gemeinsam im Tsuklakhang begangen wurden. Allerdings hatten die Gelbmützen das Übergewicht, und ein von Lhasa berufener Abt bildete die höchste Autorität. Im 18. Jahrhundert sollen dort 3.000 Mönche gelebt haben, später waren es um die 800. Übernachtung in Gyantse.

    Tag 05 : Gyantse - Shigatse

    Weiterreise nach Shigatse.
    SHALU - Zentrum der Tranceläufer: Das Kloster Shalu wurde schon im 11. Jahrhundert während der von Westtibet ausgehenden Renaissance des Buddhismus von einem Adelsgeschlecht gegründet. Später war Shalu abhängig vom mächtigen Sakya. 1045 verbrachte Atisha, der große Meister aus Bengalen, drei Monate in Shalu. 1320 kam Butön (1290-1364), einer der größten tibetischen Schriftgelehrten. Er war verantwortlich für die künstlerische Ausgestaltung der vier Kapellen im Obergeschoß. Er sammelte alle tibetischen Übersetzungen der indischen Kommentare zu Buddhas Lehre, ordnete sie und schrieb sie mit eigener Hand ab (insgesamt 225 Bände!). Er hinterließ darüber hinaus noch ein 26-bändiges Nachschlagewerk zum tibetischen Buddhismus und schrieb selbst zahllose Kommentare. Durch seine Auslegung der Schriften begründete er aufbauend auf der Kadampa- und Sakyapa-Tradition eine eigene Schule, die Shalupa, deren Verbreitung jedoch auf dieses Gebiet beschränkt blieb. Sein Hauptwerk ist seine berühmte "Geschichte des Buddhismus in Indien und Tibet", das die Mönche heute noch zu Studienzwecken benutzen. Während der Kulturrevolution haben Rotgardisten alle seine Handschriften verbrannt. Ende des 13. Jahrhunderts wurde das Kloster "als Paradies des Avalokitesvara" mit Hilfe der mongolischen Kaiser in China nach einem Erdbeben renoviert und bedeutend vergrößert. Der von massiven, nach innen geneigten Mauern umgebene Hof ist typisch mongolisch, die grünen und gelben Glasurziegel und die geschwungenen, übereinander liegenden Pagondendächer selbst sind chinesisch, während die Wandgemälde - sie gehören zu den ältesten und schönsten des Landes - stark von nepalesischen Künstlern am Hofe im heutigen Beijing und Kaschmir beeinflusst sind und als Vorläufer des späteren Gyantse-Stils angesehen werden. Seit Butön war Shula auch Ausbildungszentrum für Tranceläufer, die Berichten zufolge große Entfernungen, ohne jemals anzuhalten oder auszuruhen, zurücklegen konnten. Dabei durften sie durch nichts gestört werden. Durch jahrelange Meditation und Konzentration in völliger Abgeschlossenheit versuchten viele Yogis, die Materie dem Geist unterzuordnen und paranormale Fähigkeiten zu erlangen. Dazu gehörte das willkürliche Beeinflussen der Körpertemperatur (Tummo) - dadurch konnten Einsiedler nackt oder jedenfalls nur leicht bekleidet die Winter im hochgebirge überleben (als Abschlussprüfung musste der Yogi auf einem schneebedeckten Berggipfel zwölf große, nasse Tücher hintereinander auf dem bloßen Körper trocknen) - und das Aufheben der Schwerkraft (Levitation).

    TASHILUNPO, der Segensberg: Es liegt am Südhang des Dromari (Tara-Berg) am westlichen Ende von Shigatse. Mit rund 600 Mönchen, davon sogar 100 Novizen, ist Tashilunpo heute das Kloster Tibets mit den meisten religiösen Aktivitäten. Hunderte von Pilgern aus allen Landesteilen und manche aus Nepal ziehen täglich mit Opfergaben durch die heiligen Räume. Das Kloster wurde 1447 von Gedundup, dem späteren 1. Dalai Lama, einem Neffen und Schüler Tsongkapas, gegründet. Gedundup ist auch dort begraben. Doch trotz dieses bedeutenden Gelbmützenklosters blieb die Provinz Tsang damals fest in den Händen der nicht reformierten Rotmützen, und die Äbte mussten mehrmals nach Lhasa fliehen. Erst nachdem der "Grosse Fünfte" die weltliche Macht in Tibet übernommen hatte, wurde der Einfluss der Rotmützen gebrochen. Lobsang Chökyi Gyaltsen (1570-1662) erhielt vom 5. Dalai Lama den Titel Panchen Rinpoche (vierter!). Seine drei Vorgänger wurden posthum zu Panchen Lamas, einer Inkarnation des Buddha Amitabha. Das Kloster wurde unter dem 4., 5. und 6. Panchen Lama bedeutend erweitert. Das Jahr 1791 beachte einen Rückschlag: Die Gurkhasoldaten des nepalesischen Königs fielen in Westtibet ein und plünderten auch das Kloster. Chinesischen Truppen gelang es, sie wieder zurückzuschlagen. Sven Hedin berichtet 1907 von 3.700 Mönchen. Tashilunpo war wie die drei Säulen der Gelben Kirche - Ganden, Drepung und Sera - organisiert. Die Äbte der vier Fakultäten leiteten nach dem Tod eines Panchen Lama die Suche nach seiner Inkarnation, einer von ihnen wurde jeweils vom Dalai Lama zum Gouverneur von Tsang bestellt. An die 500 kleinere Klöster gehörten früher zum Einflussbereich des Panchen Lama, darunter so berühmte wie Yonghehong in Beijing ("Lamatempel") und Filialen in Chendu und Gyantse. Übernachtung in Shigatse.

    Tag 06 : Shigatse - Rongbuk - Everest Base Camp

    Reise Richtung Süden bis zum Everest Base Camp (5.200 m). Sehen Sie sich im Camp um und erwarten Sie mehr Menschen als Sie denken würden. Speziell ganze Gruppen aus Asien allen voran aus Japan beginnen hier ihren Aufstieg zum Mt. Everest mit einer ganzen Kolonne von Sherpas. Erleben Sie diese eigenartige Atmosphäre von Erlebnistouristen, die sich beinahe auf den Berg tragen lassen und dazwischen erfahrene Hochgebirgskletterer, die natürlich eine ganz andere Route Richtung Gipfel nehmen. Wenn das Wetter es zulässt sieht man nicht nur den Mt. Everest (tibetisch Mt. Qomolangma), sondern auch 3 weitere Achttausender mit dem Mt. Lhotse (6.516 m), dem Mt. Qowowuyag (8.201 m) und dem Mt. Mayalu (8.473 m). Ein atemberaubender Anblick.
    Ausflug zum Kloster Rongbuk. Die Piste führt im Tal des Rongpu Chu nach Chösang (auch Chodzom). Etwa 6 km südlich von Chösang liegt das Kloster Rongbuk (4980 m). Seit dem 18. Jahrhundert leben hier Mönche und Nonnen, die eng mit dem Nyingmapa-Kloster von Mindroling in Zentraltibet verbunden waren. Am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde unter Ngawang Tenzing Norbu Trulzik Rinpoche (gest. 1940) ein Tempel gegründet. Britische Expeditionsberichte sprechen von 500 Mönchen und Nonnen, die hier gelebt haben sollen (dzt. etwa 10 Mönche und 20 Nonnen). In der Kulturrevolution wurden alle Gebäude bis auf die Grundmauern zerstört. In der kürzlich renovierten Versammlungshalle können Sie Statuen von Trulzik Rinpoche und Terdak Lingpa (Gründer von Mindroling) sehen. Die Reise führt Sie weiter bis nach Lhatse, das auf 4.040 m Höhe liegt.
    Übernachtung nahe dem Everest Base Camp.

    Tag 07 : Everest Base Camp - Saga

    Weiterreise nach Westen Richtung Mount Kailash, dem Heiligen Berg der Tibeter. Wenn das Wetter es zulässt sieht man nicht nur den Mt. Everest (tibetisch Mt. Qomolangma), sondern auch 43 weitere Achttausender mit dem Mt. Lhotse (6.516 m), dem Mt. Qowowuyag (8.201 m) und dem Mt. Mayalu (8.473 m). Ein atemberaubender Anblick.
    Fahrt nach Saga. Etwa 80 Prozent aller Tibeter leben als Bauern, die für Landwirtschaft geeignete Fläche beträgt allerdings nur etwa 30 Prozent der Fläche Tibets. Es handelt sich um Regionen, die in Flußnähe auf relativ geringer Höhe liegen, im Durchschnitt aber immer noch auf 3.500 Meter. Die höchstgelegenen Anbaufelder für Sommergerste liegen in der Nähe von Saga auf 4.750 Meter mit einer Vegetationszeit von 120 Tagen. Die tibetischen Bauern bauen Gerste, Weizen, Buchweizen, Mais, Senf, Hirse, Sesam und Reis an. Die traditionell angebauten Gemüsearten sind verschiedene Kohlsorten, Salat, Wurzelgemüse (Rettich, Karotten), Spinat, Bohnen, Erbsen, Tomaten, Kürbis und seit etwa 200 Jahren auch Kartoffeln.
    Übernachtung in Saga.

    Tag 08 : Saga - Manasarovar See

    Die Straße ist inzwischen gut ausgebaut und die Tour führt durch eine imposante Gebirgslandschaft zu beiden Seiten der Straße vorbei an Paryang zum Manasarovar See.
    Erkundung am Manasarovar See. Der Manasarovar See, für die Tibeter „die Perle aller Seen“, ist ein Süßwassersee etwa 30 km südlich des Kailash. Der See liegt auf 4.588 Meter, hat eine Fläche von 412 Quadratkilometern und ist 81 Meter tief. Auch der Manasarovar See ist eine Pilgerstätte für Buddhisten und Hindus. Mahatma Ghandis Asche wurde teilweise über den Manasarovar See verstreut. Ein Pilgerweg führt um den See herum, die Runde ist etwa 100 Kilometer lang und dauert vier bis fünf Tage. Das Panorama vom See aus wird geprägt von den Spitzen der Himalaya-Kette.
    Übernachtung in der Nähe des Manasarovar Sees.

    Tag 09 : Manasarovar See - Darchen - Kailash Trek

    Vom Manasarovar See fahren Sie die letzte Strecke bis nach Darchen, dem Ausgangspunkt zum Kailash Trek, dem Pilgerweg um den Heiligen Berg der Tibeter.
    Darchen - Drirapuk Gompa
    Am ersten Tag passiert man Darpoche, den Ort an dem jährlich im Mai/Juni das Saka-Dawa-Fest zu Ehren der Geburt, der Erleuchtung und des Todes Buddhas abgehalten wird. Das Fest, bei dem eine lange mit Gebetsfahnen geschmückte Stange aufgestellt und dekoriert wird, eröffnet die Pilgersaison. Das erste Kloster auf der Kora ist Choku Gompa aus dem 13. Jahrhundert. Es wurde in den 1980er Jahren restauriert. In einem angeschlossenen Gästehaus kann man in Gemeinschaftsräumen auch übernachten. Von hier hat man bei guter Sicht eine spektakuläre Sicht auf die Südflanke des Kailash. Zwischen Choku Gompa und Drirapuk Gompa liegt Tamdrin Dronkhang, ein Ort, der einem pferdeköpfigen Gott gewidmet ist. Es gibt steinerne Fußabdrücke von Buddha zu sehen. Drirapuk Gompa ist das zweite Kloster auf der Kora, das ebenfalls im 13. Jahrhundert gegründet wurde.
    Übernachtung in einem Guesthouse.

    Tag 10 : Kailash Trek

    Drirapuk Gompa - Zutrulpuk Gompa
    An diesem Tag wird der höchste Punkt der Kora, der Dolma La (5.630 Meter) überquert. Wer nach dem Abstieg vom Pass im Flussbett des Zhong Chu am östlichen Ufer läuft, hat die Möglichkeit, den Kailash zu sehen. Das dritte Kloster, Zutrulpuk Gompa, wurde um eine Höhle herum gebaut, laut Legende vom Gott Milarepa, der dort meditiert haben soll. Übernachtung in einem Guesthouse.

    Tag 11 : Kailash - Saga

    DZutrulpuk Gompa - Darchen
    Die Etappe Zutrulpuk Gompa - Darchen beendet die Runde. Eine Kora wäscht die Sünden einer ganzen Lebensspanne ab, nach 13 Umrundungen öffnet sich dem Pilger der Zugang in den inneren Bereich des Kang Ringpoche. Die innere Kora darf somit erst nach dreizehn erfolgreichen äußeren Umrundungen begangen werden. Entlang beider Pilgerwege stehen unzählige Chörten (Stupas), Manisteinhaufen (Manimauern) und Lhatos (Geisterhäuschen). Die mit Gebetsfähnchen und Seidenschals (Katas) geschmückten Tara-Steinhaufen (Oovos) auf erhabenen Plätzen und Bergpässen müssen von den Pilgern dreimal im Uhrzeigersinn umrundet werden. Vier solche erhabenen Plätze entlang der äußeren Kora sind an solchen Stellen, von denen aus der Kailash besonders gut zu sehen ist.
    Die Reise führt wieder Richtung Osten bis nach Saga. Übernachtung in Saga.

    Tag 12 : Saga - Shigatse

    Heute steht eine längere Fahrt auf dem Programm, um von Westtibet wieder Richtung Lhasa zu kommen. Die Straße ist gut befahrbar, aber die Strecke zieht sich in die Länge. Unterwegs hier und da ein kurzer Stopp an einer kleinen "Raststätte" Am späten Nachmittag erreicht man Shigatse.
    Übernachtung in Shigatse.

    Tag 13 : Shigatse - Lhasa

    Morgens Besichtigungen in Shigatse und Umgebung.
    TASHILINPO, der Segensberg: Er liegt am Südhang des Dromari (Tara-Berg) am westlichen Ende von Shigatse. Mit rund 600 Mönchen, davon sogar 100 Novizen, ist Tashilunpo heute das Kloster Tibets mit den meisten religiösen Aktivitäten. Hunderte von Pilgern aus allen Landesteilen und manche aus Nepal ziehen täglich mit Opfergaben durch die heiligen Räume. Das Kloster wurde 1447 von Gedundup, dem späteren 1. Dalai Lama, einem Neffen und Schüler Tsongkapas, gegründet. Gedundup ist auch dort begraben. Doch trotz dieses bedeutenden Gelbmützenklosters blieb die Provinz Tsang damals fest in den Händen der nicht  reformierten Rotmützen, und die Äbte mussten mehrmals nach Lhasa fliehen. Erst nachdem der "Grosse Fünfte" die weltliche Macht in Tibet übernommen hatte, wurde der Einfluss der Rotmützen gebrochen. Lobsang Chökyi Gyaltsen (1570-1662) erhielt vom 5. Dalai Lama den Titel Panchen Rinpoche (vierter!). Seine drei Vorgänger wurden posthum zu Panchen Lamas, einer Inkarnation des Buddha Amitabha. Das Kloster wurde unter dem 4., 5. und 6. Panchen Lama bedeutend erweitert. Das Jahr 1791 brachte einen Rückschlag: Die Gurkhasoldaten des nepalesischen Königs fielen in Westtibet ein und plünderten auch das Kloster. Chinesischen Truppen gelang es, sie wieder zurückzuschlagen. Sven Hedin berichtet 1907 von 3.700 Mönchen. Tashilunpo war wie die drei Säulen der Gelben Kirche - Ganden, Drepung und Sera - organisiert. Die Äbte der vier Fakultäten leiteten nach dem Tod eines Panchen Lama die Suche nach seiner Inkarnation, einer von ihnen wurde jeweils vom Dalai Lama zum Gouverneur von Tsang bestellt. An die 500 kleinere Klöster gehörten früher zum Einflussbereich des Panchen Lama, darunter so berühmte wie Yonghehong in Beijing ("Lamatempel") und Filialen in Chengdu und Gyantse. Weiterreise nach Lhasa.
    Übernachtung in Lhasa.

    Tag 14 : Lhasa - Abreise

    Aufenthalt in Lhasa bis zum Transfer zum Flughafen.

 

Lhasa Airport

 

Lhasa Bahnhof

 

Potala im Sommer

 

Potala von oben

 

Mount Kailash

 

nahe Kailash

 

Trekking Kailash

 

See und Kailash

 

Mount Kailash

 

Trekking Kailash

 

Camp

 

Kailash Rueckseite

 

Kailash Rueckseite

 

Dolmala Pass

 

Manasarovar und Kailash

 

Trekking am Kailash

 

 

 



Saisonzeit Anzahl Personen 2 4

EZ-Zuschlag

01.01.18 - 31.12.18
Standard/Superior 3.305 2.365 auf Anfrage

Individualreise - Preise in Euro pro Person ab/bis Lhasa, gültig bis 31.12.2018.

Im Preis eingeschlossene Leistungen:
  • Unterbringung in Mittelklassehotels oder bestmöglich
  • Verpflegung: Frühstück
  • Alle Transfers und Überlandfahrten im Wagen mit Fahrer
  • Träger für das Gepäck beim Kailash-Trek
  • Alle Eintrittsgelder
  • Begrüßung am Flughafen bei Ankunft
  • Englischsprachige, örtliche Reiseleitung
  • Special Permit Tibet
  • Betreuung durch unseren Partner vor Ort
Nicht im Preis eingeschlossen:
  • Eventuelle Visagebühren für die Botschaft Chinas
  • Ausgaben persönlicher Natur
  • An- und Abreise nach Lhasa
  • Trinkgelder

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